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Ein vollständiger Leitfaden zur Verwendung von Überspannungsschutzgeräten (SPDs)
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    Ein vollständiger Leitfaden zur Verwendung von Überspannungsschutzgeräten (SPDs)

    08.05.2025

    Von der Installation bis zur Wartung dürfen diese Details nicht ignoriert werden.

    In modernen Stromnetzen sind Überspannungsschutzgeräte (ÜSG) wie eine Art Versicherung für elektronische Geräte. Aber wussten Sie schon? Dieses scheinbar einfache Gerät kann, wenn es falsch installiert oder verwendet wird, nicht nur seinen Schutz verfehlen, sondern sogar zu einer Sicherheitsgefahr werden. Heute sprechen wir über die wichtigsten Aspekte der Verwendung von ÜSG.

     

    1.SPD: Die kugelsichere Westedes Stromsystems

    Stellen Sie sich vor, ein Blitz schlägt in nahegelegene Stromleitungen ein oder große Geräte starten plötzlich. Dadurch entstehen kurzzeitige Hochspannungsimpulse im Stromnetz. Solche Überspannungen können im besten Fall dazu führen, dass Geräte wieder anlaufen, im schlimmsten Fall aber Leiterplatten durchbrennen lassen. Die Funktion eines Überspannungsschutzgeräts (SPD) besteht darin, diese gefährlichen Energien innerhalb von Nanosekunden in die Erde abzuleiten.

     

    Aktuell lassen sich die auf dem Markt erhältlichen Überspannungsschutzgeräte (SPDs) hauptsächlich in drei Typen unterteilen:

    Grober Schutz (Typ 1):Am Hauptstromanschlusspunkt eines Gebäudes installiert, speziell für den Umgang mit direkten Blitzeinschlägen ausgelegt.

    Ausgleichsschutz (Typ 2):Verteilt auf verschiedene Verteilerkästen, um Restspannungsspitzen nach dem primären Schutz abzufangen.

    Feinschutz (Typ 3):Direkter Schutz einzelner wertvoller Geräte, wie zum Beispiel der Steckdosen von Servern.

     

    2.Der korrekte Körperhaltungzur Installation von SPD

     

    2.1 Vorinstallationsprüfung

    - Überprüfen Sie zunächst die "Identitätskarte" des Überspannungsschutzgeräts: Die Nennspannung und die maximale Dauerbetriebsspannung müssen mit Ihrem Stromnetz übereinstimmen.

    - Die Wahl des Standorts ist wichtig: Die erste Schutzebene sollte sich in der Nähe des Hauptschalters befinden, die zweite im Verteilerkasten und die dritte Schutzebene vorzugsweise nicht mehr als 1,5 Meter von den zu schützenden Geräten entfernt.

    Der Erdungsdraht muss kurz, dick und gerade sein: Die Länge darf 0,5 Meter nicht überschreiten. Eine Schleife wie bei einer Telefonleitung ist nicht zulässig.

     

    2.2 Schritt-für-Schritt-Installationsanleitung

    Sicherheit geht vor:Schalten Sie immer zuerst die Stromversorgung aus! Zögern Sie nicht, dies zu tun. Der Betrieb mit eingeschaltetem Strom ist nicht auf die leichte Schulter zu nehmen.

    Verdrahtungsreihenfolge:Schließen Sie zuerst den Erdungsdraht (PE), dann den Neutralleiter (N) und schließlich den stromführenden Leiter (L) an.

    Parallelschaltung ist der Schlüssel:Denken Sie daran, dass der Überspannungsschutz (SPD) im Stromkreis parallel geschaltet ist. Schließen Sie ihn niemals in Reihe an.

    Endgültige Bestätigung:Überprüfen Sie nach dem Einschalten die Kontrollleuchten. Grün bedeutet normaler Betrieb, Rot bedeutet, dass das Gerät ausgetauscht werden muss.

    Bitte beachten Sie:Beträgt der Abstand zwischen den primären und sekundären Überspannungsschutzeinheiten weniger als 10 Meter, müssen Entkopplungsinduktivitäten installiert werden. Diese Kosten sind unvermeidbar.

     

    3.MinenfelderAnwendung und Gegenmaßnahmen

     

    3.1 Der drei Dinge, die man unbedingt tun mussfür die tägliche Wartung

    - Regelmäßige Kontrollen sind erforderlich: Überprüfen Sie mindestens einmal im Monat die Statusanzeigeleuchte des Überspannungsschutzgeräts und kontrollieren Sie auch, ob die Anschlussklemmen locker sind.

    Professionelle Prüfung erforderlich: Beauftragen Sie jährlich einen Fachmann mit der Durchführung einer Prüfung unter Verwendung spezieller Geräte. Haushaltsmultimeter liefern keine genauen Ergebnisse.

    - Der Austausch muss unverzüglich erfolgen: Auch wenn der Überspannungsschutz nach einem Blitzeinschlag unbeschädigt erscheint, sollte er ausgetauscht werden, da er möglicherweise interne Schäden erlitten hat.

     

    3.2 Anpassungsfähigkeit an die Umwelt

    In anspruchsvollen Umgebungen wie Chemieanlagen oder in Meeresnähe hält ein herkömmlicher Überspannungsschutz unter Umständen nicht einmal ein Jahr. In solchen Fällen empfiehlt sich die verbesserte Ausführung mit korrosionsbeständigem Gehäuse. Obwohl sie teurer ist, ist sie dennoch kostengünstiger als häufige Austausche.

     

    3.3 Häufige Missverständnisse

    Irrtum: „Es kann nach der Installation ein Leben lang verwendet werden.“

    Fakt ist: Die druckempfindlichen Widerstände in SPDs altern allmählich und müssen nach 3 bis 5 Jahren ausgetauscht werden.

     

    Irrtum: „Je teurer, desto besser“

    Fakt ist: Entscheidend ist, dass die Parameter übereinstimmen. Die Installation eines Überspannungsschutzgeräts mit einer Nennspannung von 380 V in einem 220-V-Haushaltsstromkreis ist sogar gefährlicher.

     

    4.Schutzstrategien für verschiedene Szenarien

     

    4.1 Heimanwender

    Installieren Sie einfach einen Überspannungsschutz Typ 2 im Verteilerkasten. Denken Sie daran, eine Überspannungsschutz-Steckdosenleiste für wertvolle Geräte bereitzustellen.

     

    4.2 Werkstätten

    Für „wertvolle“ Geräte wie Frequenzumrichter und SPSen wird ein doppelter Schutz vom Typ 2 und Typ 3 empfohlen.

     

    4.3 Rechenzentren

    Eine dreistufige Schutzlösung ist erforderlich. Optimal wäre es, wenn der SPD-Status auch fernüberwacht werden könnte.

     

    5.Was tun, wenn'sa problem?

    Sollten Sie auch nach der Installation des Überspannungsschutzgeräts weiterhin vom Blitz getroffen werden, geben Sie nicht sofort dem Hersteller die Schuld. Gehen Sie zur Fehlerbehebung wie folgt vor:

    • Prüfen Sie, ob das Anzeigefenster des SPD rot geworden ist.

    • Prüfen Sie, ob der Erdungswiderstand außerhalb der Norm liegt.

    • Prüfen Sie, ob die Leitungen zwischen dem geschützten Gerät und dem Überspannungsschutz zu lang sind.

     

    Abschluss

    Stromsicherheit ist von entscheidender Bedeutung. Ein gutes Überspannungsschutzsystem (SPD) ist wie eine Art „Krankenversicherung“ für Ihre Geräte. Doch selbst die beste Versicherung benötigt regelmäßige „Überprüfungen“, um einwandfrei zu funktionieren. Sollten Sie noch Fragen zur Auswahl oder Installation eines SPD haben, empfehlen wir Ihnen, sich direkt an einen Fachingenieur zu wenden. Denn Stromsicherheit darf nicht vernachlässigt werden.